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Berlin, 15. Mai 2002

Philippinen
Erneut Journalist erschossen

Reporter ohne Grenzen fordert in einem Brief an den philippinischen Innenminister José Lina, den Mord an dem Journalisten Edgar Damalerio unverzüglich aufzuklären und die Täter zu bestrafen. Damalerio wurde am 13. Mai in Pagadian auf der Insel Mindanao von Unbekannten auf einem Motorrad erschossen, als er zusammen mit zwei Kollegen nach Hause fuhr. Die zwei Täter entkamen. Damalerios Begleiter wurden nicht verletzt.

Seit Jahren verurteilt Reporter ohne Grenzen, dass Mörder von Journalisten auf der Insel Mindanao nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Die Regierung muß die Aufklärung der Morde zu einer dringenden Angelegenheit erklären ", so Robert Ménard, Generalsekretär der internationalen Menschenrechtsorganisation zur Verteidigung der Pressefreiheit, in Paris. Fünf Journalisten wurden innerhalb der letzten anderthalb Jahre auf Mindanao ermordet, bisher wurde keiner der Täter ermittelt.

Damalerio, Journalist des öffentlichen Radiosenders DXKP und Chefredakteur der Lokalzeitung Zamboanga Scribe, veröffentlichte mehrere Artikel über Korruption unter Politikern und der Polizei in der Region, wo die Armee gegen bewaffnete separatistische Gruppen kämpft. Seine Kollegen gehen davon aus, dass Damalerio wegen seiner Berichterstattung ermordet wurde. Er pflegte enge Kontakte zu lokalen Menschenrechtsorganisationen und war für seine Integrität bekannt.

Edgar Damalerio ist der zweite Reporter, der seit Jahresanfang in den Philippinen ums Leben kam. Am 5. April erschossen philippinische Soldaten die Journalistin und Menschenrechtlerin Benjaline "Beng" Hernandez. Hernandez war als Beobachterin der Umsetzung des Friedensprozesses im Tal Arakan (Provinz Cotaboto) auf der Insel Mindanao unterwegs.

Für weitere Informationen: Tel. (030) 615 85 85
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