Die Bauern und Bäuerinnen auf der philippinischen Halbinsel Bondoc sind täglich Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Sie fordern Land durch das Agrarreformgesetz der philippinischen Regierung, und stoßen auf massive und gewalttätige Gegenwehr durch die Großgrundbesitzer. Am 25. Oktober startete auf Bondoc ein Menschenrechtsbeobachtungsprogramm der Organisation International Peace Observer Network (IPON). Mittlerweile dokumentiert das 4. Beobachterteam die Situation auf der Halbinsel und bringt Menschenrechtsverletzungen ans Licht. Freiwillige für den Friedensdienst werden weiterhin gesucht!

 

Seitdem sich die Kokosnussbauern der Halbinsel Bondoc entschieden haben, Land durch das staatliche Agrarreformgesetz zu fordern, sind sie täglich Schikanen, wie Bodrohungen und willkürlichen Verhaftungen ausgesetzt. Rechtlich gesehen müsste das Land schon längst an sie verteilt sein, aber die Großgrundbesitzer setzen sich zum Teil brutal zur Wehr. Internationale Präsenz wird seit Oktober 2006 durch Menschenrechtsbeobachtung der Organisation IPON in Zusammenarbeit mit der örtlichen Bauernorganisation KMBP auf Bondoc geschaffen. Für jeweils drei bis sechs Monate fahren Freiwillige, Bäuerinnen und Bauern, politisch interessierte StudentInnen und andere engagierte Menschen, als BeobachterInnen auf die Philippinen. Sie leben mit den Bauern und Bäuerinnen in den Dörfern, in denen weitere Menschenrechtsverletzungen abzusehen sind. Die Großgrundbesitzer wissen von ihrer Anwesenheit, was die Hemmschwelle zu neuen Übergriffen erhöhen soll. Auch die Politik ist Zielobjekt der Beobachtung. „Durch die Menschenrechtsbeobachtung wird internationale Präsenz geschaffen und Druck auf die philippinische Regierung ausgeübt, sich mit dem Problem der Menschenrechtsverletzungen auf der Bondoc Halbinsel anzunehmen“, sagt Sarah Liedtke, 22, die im ersten Observerteam im Oktober als Menschenrechtsbeobachterin dabei war. Die Freiwilligen werden in zwei Trainingsseminaren auf ihren Einsatz vorbereitet. Nach Ankunft auf den Philippinen folgt ein weiteres Training bevor die Freiwilligen ihren Dienst in den Dörfern von Bondoc antreten werden. Dann, so hoffen die Freiwilligen, wird die Welt mehr von der Situation der Bauern von Bondoc erfahren.

 

Das Projekt sucht auch weiterhin Freiwillige, die bereit sind den 3-6 monatigen Friedensdienst abzuleisten. Insbesondere für den Zeitraum ab September 2007. Interessierte für einen Einsatz als MenschenrechtsbeobachterIn wenden sich bitte an das IPON Büro in Hamburg

Tel: 040/25491947

Email: info.ipon@gmail.com

http://www.ipon-philippines.org